Radio24syv erhält Lizenz
Am 5. April vergab die dänische Medienbehörde die Lizenz für die landesweite UKW-Kette (sog. FM4-Netz), die aktuell noch der öffentlich-rechtliche dänische Rundfunk für seinen Kulturkanal P2 nutzt, an den einzigen Bewerber Berlingske People A/S. Der neue Sender soll am 1. November 2011 als Radio24syv starten. Zielgruppe des NewsTalk-Formats sind Hörer zwischen 30 und 50 Jahre. Die unaufdringlich gehaltene Musik soll tagsüber nur 15% des Programms ausmachen.
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Hauptgesellschafter der Berlingske People A/S ist das dänische Medienhaus Berlingske, der kleinere Partner ist die People Group (u.a. Verlag People's Press). Die Privatisierung der 4. UKW-Kette des dänischen Rundfunks ist das Lieblingsprojekt des konservativen Kulturministers Per Stig Møller. Der geplante Sender wird in der dänischen Presse nur als "Radio Møller" bezeichnet. Die Programme des dänischen Rundfunks erreichen zusammen immer noch einen Marktanteil von rund 80 Prozent, auch die Einführung des landesweiten kommerziellen Rundfunks 2003 konnte daran bisher nichts ändern. Die Lizenz von Radio24syv läuft über acht Jahre, in diesen Zeitraum wird der Sender fast 750 Millionen dänische Kronen Zuschüsse aus dem Gebührentopf erhalten. Es handelt sich um einen Public Service Sender in privater Trägerschaft. An die Lizenz sind diverse Programmvorgaben geknüpft. Erst Ende März gab die EU-Kommission grünes Licht für das Vorhaben und erklärte es verstoße nicht gegen EU-Wettbewerbsrecht. Die oppositionellen Sozialdemokraten wollen das Projekt bei einer möglichen Regierungsübernahme weiterhin stoppen.
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Hauptgesellschafter der Berlingske People A/S ist das dänische Medienhaus Berlingske, der kleinere Partner ist die People Group (u.a. Verlag People's Press). Die Privatisierung der 4. UKW-Kette des dänischen Rundfunks ist das Lieblingsprojekt des konservativen Kulturministers Per Stig Møller. Der geplante Sender wird in der dänischen Presse nur als "Radio Møller" bezeichnet. Die Programme des dänischen Rundfunks erreichen zusammen immer noch einen Marktanteil von rund 80 Prozent, auch die Einführung des landesweiten kommerziellen Rundfunks 2003 konnte daran bisher nichts ändern. Die Lizenz von Radio24syv läuft über acht Jahre, in diesen Zeitraum wird der Sender fast 750 Millionen dänische Kronen Zuschüsse aus dem Gebührentopf erhalten. Es handelt sich um einen Public Service Sender in privater Trägerschaft. An die Lizenz sind diverse Programmvorgaben geknüpft. Erst Ende März gab die EU-Kommission grünes Licht für das Vorhaben und erklärte es verstoße nicht gegen EU-Wettbewerbsrecht. Die oppositionellen Sozialdemokraten wollen das Projekt bei einer möglichen Regierungsübernahme weiterhin stoppen.
Veröffentlicht von Tom Sprenger am 10.04.2011
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